Das grenzte an Arbeitsverweigerung, was die Grizzlys den über 2700 Fans in der Eisarena am Freitagabend präsentierten. Vom Anpfiff weg glänzten die Gastgeber mit Alibi-Hockey der allerschlimmsten Sorte, verloren fast jeden Zweikampf und kassierten auch auf dem Scoreboard ordentlich Dresche. Denn im Gegensatz zu den Panthern aus Augsburg nutzten die Raubkatzen aus Ingolstadt ihre Chancen fast zu 100 Prozent aus, schenkten den Grizzlys erbarmungslos immer wieder nach.
Gleich in der 3. Minute netzte im Powerplay Ex-Grizzly Foucault völlig entspannt zum 0:1 ein, zwei Minuten später profitierte Bailey von einem Wolfsburger Missverständnis zum 0:2. Dass Wolfsburgs Goalie einen Shorthander gerade noch verhindern konnte machte die ersten 20 Minuten auch nicht viel erträglicher. Im Mitteldrittel nahm das Scheibenschießen dann richtig Fahrt auf: Gleich viermal durfte der ebenfalls etwas indisponierte Brückmann bis zur zweiten Sirene hinter sich greifen, wobei die Defensivaktionen der Hausherren an Schlafmützigkeit kaum zu überbieten waren. Fast wie betäubt wankten die Grizzlys ihrer höchsten Heimniederlage entgegen und kamen schließlich durch Marius Möchel (36.) doch noch zum eigenen Torerfolg. Von einem "Ehrentreffer" möchte man an dieser Stelle nicht reden. Elsners 1:7 in der Schlussminute interessierte im mittlerweile etwas geleerten Rund wohl nur noch die Gästefans. Völlig verdient und zurecht schlichen die Grizzlys mit 1:7 und unter lauten Pfiffen und Buh-Rufen zurück in die Kabinen. Die Art, wie diese Niederlage zustande kam, hinterließ pure Fassungslosigkeit.
So langsam, schwach und willenlos hatte sich wohl noch nie ein Grizzly-Team in der Eisarena präsentiert.    


0:1 Foucault (Edwards - Simpson) 3.Min PP 5-4
0:2 Bailey 5.Min
0:3 Bailey (D’Amigo - Olson) 24.Min
0:4 Elsner (Höfflin - Wagner) 28.Min
0:5 Edwards (Foucault - Simpson) 33.Min PP 5-4
0:6 Findlay (Foucault) 35.Min
1:6 Möchel (Button - Brückmann) 36.Min
1:7 Elsner (Höfflin) 60.Min

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