Vor über 3700 Zuschauern entschieden die Grizzlys dieses hart umkämpfte Match am Ende für sich. Fair, hart und wenig treffsicher gingen die beiden Kontrahenten dabei zu Werke. Bezeichnend: Sowohl Mauermanns Führung (12.), als auch der spätere Ausgleich durch Aubin (38.) fielen im x-ten Nachschuss, ansonsten fehlte auf beiden Seiten die allerletzte Schärfe vor dem gegnerischen Gehäuse. Über weite Strecken hatten die Gäste mehr vom Spiel - mit fortschreitender Dauer aber wendete sich das Blatt in Richtung EHC, der offenbar auf die etwas größeren Kraftreserven zurückgreifen konnte. Spätestens in der folgenden Verlängerung spielten dann nur noch die Hausherren, die ihre zahlreichen Chancen allerdings erneut nicht am gut aufgelegten Bremerhavener Goalie vorbeibringen konnten. Im Penaltyschießen schlug dann die Stunde von Rückkehrer Fabio Pfohl: Während auf Seiten des REVs nur Sykora erfolgreich gewesen war, versenkte Pfohl gleich zweimal das Spielgerät in den Maschen. Besonders der sehenswerte Siegtreffer versüßte den Fans dann doch noch den etwas zäh verlaufenen Abend.
Reichlich erschöpft feierten die Grizzlys mit der gut gefüllten Halle im Anschluss diesen so wichtigen doppelten Punktgewinn im Kampf um den 10.Platz.

0:1 Mauermann (Moore - Quirk) 12.Min
1:1 Aubin (Berman - Rech) 38.Min PP 5-4
2:1 Pfohl PEN

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Es reicht einfach nicht bei den Grizzlys. Wieder zeigte sich das Team von Pat Cortina zu inkonsistent in seinem Auftritt, wieder schien es viel an Aggressivität und Spielfluss zu mangeln. Vor rund 4800 Zuschauern am Pulverturm hatten die Gäste aus der Volkswagenstadt eigentlich nur zu einem Zeitpunkt so etwas wie eine Chance auf Punkte: Zur Mitte der Begegnung, nachdem Dominik Bittner den Puck zum ersten Mal hinter Vogl versenkt hatte. Allerdings hatten die Hausherren da schon durch Schoppers verdeckten Fernschuss (4.) und Turnbulls sehenswerten Powerplaytreffer (9.) mit 2:0 vorgelegt. Wolfsburg war die ersten zwanzig Minuten, wie so oft in dieser Saison, viel hinterher gelaufen und erst zum Mittelabschnitt in die Partie gekommen. Doch während Straubing der zweite Treffer (39.) schon im dritten Überzahlspiel gelang, konnte Wolfsburg ganze neun Gelegenheiten nicht mit einem Torerfolg krönen. So hatten die Specialteams letztlich den Grundstock für das gelegt, was Mouillierat (43.) und Acolatse (49.) mit den Toren vier und fünf besiegelten - die dritte Niederlage in Folge für die Gäste aus Wolfsburg.
Während der EHC also weiter nach der Form des Zwischenhochs suchte, holten mit Augsburg und Nürnberg die direkten Konkurrenten um den letzten Play-off Platz ihre nächsten Punkte. Angesichts des Wolfsburger Rest-Programms bedarf es allmählich eines sichtbaren Lerneffekts, um den undankbaren elften Tabellenplatz zu vermeiden. Personell kann eigentlich nur noch die Grippewelle als letzte Ausrede für die wankelmütigen Auftritte der Grizzlys dienen, die mit Ausnahme von Wurm und Lessio aus dem Vollen schöpfen konnten. Mit Kapitän Furchner war ein weiterer Leistungsträger in den Kader zurückgekehrt, der bei seinem Comeback aber weitgehend wirkungslos blieb. Dafür musste im Schlussdrittel mit Ryan Button erneut ein Akteur aussetzen - ob verletzungsbedingt oder aus Schwäche (Grippe) ist noch unbekannt. 


1:0 Schopper 4.Min
2:0 Turnbull (Balisy - Laganière) 9.Min PP 5-4
2:1 Bittner (Casto - Festerling) 30.Min
3:1 Brandt (Vogl) 39.Min
4:1 Mouilllierat (Mulock - Heard) 43.Min
5:1 Acolatse (Heard - Brandt) 49.Min

Das grenzte an Arbeitsverweigerung, was die Grizzlys den über 2700 Fans in der Eisarena am Freitagabend präsentierten. Vom Anpfiff weg glänzten die Gastgeber mit Alibi-Hockey der allerschlimmsten Sorte, verloren fast jeden Zweikampf und kassierten auch auf dem Scoreboard ordentlich Dresche. Denn im Gegensatz zu den Panthern aus Augsburg nutzten die Raubkatzen aus Ingolstadt ihre Chancen fast zu 100 Prozent aus, schenkten den Grizzlys erbarmungslos immer wieder nach.
Gleich in der 3. Minute netzte im Powerplay Ex-Grizzly Foucault völlig entspannt zum 0:1 ein, zwei Minuten später profitierte Bailey von einem Wolfsburger Missverständnis zum 0:2. Dass Wolfsburgs Goalie einen Shorthander gerade noch verhindern konnte machte die ersten 20 Minuten auch nicht viel erträglicher. Im Mitteldrittel nahm das Scheibenschießen dann richtig Fahrt auf: Gleich viermal durfte der ebenfalls etwas indisponierte Brückmann bis zur zweiten Sirene hinter sich greifen, wobei die Defensivaktionen der Hausherren an Schlafmützigkeit kaum zu überbieten waren. Fast wie betäubt wankten die Grizzlys ihrer höchsten Heimniederlage entgegen und kamen schließlich durch Marius Möchel (36.) doch noch zum eigenen Torerfolg. Von einem "Ehrentreffer" möchte man an dieser Stelle nicht reden. Elsners 1:7 in der Schlussminute interessierte im mittlerweile etwas geleerten Rund wohl nur noch die Gästefans. Völlig verdient und zurecht schlichen die Grizzlys mit 1:7 und unter lauten Pfiffen und Buh-Rufen zurück in die Kabinen. Die Art, wie diese Niederlage zustande kam, hinterließ pure Fassungslosigkeit.
So langsam, schwach und willenlos hatte sich wohl noch nie ein Grizzly-Team in der Eisarena präsentiert.    


0:1 Foucault (Edwards - Simpson) 3.Min PP 5-4
0:2 Bailey 5.Min
0:3 Bailey (D’Amigo - Olson) 24.Min
0:4 Elsner (Höfflin - Wagner) 28.Min
0:5 Edwards (Foucault - Simpson) 33.Min PP 5-4
0:6 Findlay (Foucault) 35.Min
1:6 Möchel (Button - Brückmann) 36.Min
1:7 Elsner (Höfflin) 60.Min

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Sah man einmal vom Auftakt der Partie ab, so betrieben die Grizzlys eindeutig Wiedergutmachung für den desaströsen Auftritt gegen Ingolstadt. Schon nach 13 Sekunden waren die Gäste nach einem schlimmen Puckverlust in Rückstand geraten und standen in den folgenden Minuten unter Mannheimer Dauerdruck. Doch Plachtas frühe Führung hatte die Grizzlys offenbar aus dem Winterschlaf gerissen: Zur Mitte des Auftaktdrittels fanden sie endgültig ins Geschehen und konnten nach einem sehenswerten Spielzug sogar den Ausgleich durch Garrett Festerling (12.) bejubeln. Auch als die Adler noch vor der Pause erneut die Führung durch Huhtala (19.) für sich verbuchen konnten, blieben die nun voll auf Augenhöhe agierenden Gäste die Antwort nicht lange schuldig. Den Mannheimer Powerplay-Treffer konterte nur 24 Sekunden später Wolfsburgs Torjäger Anthony Rech, der den Puck völlig unbedrängt in die Maschen hämmern konnte. Während sich das Mitteldrittel als eher chancenarmer und ausgeglichener Kraftakt gestaltete, wuchs in Schlussdrittel die Dominanz der Gastgeber fast wieder auf das Niveau der Anfangsminuten. Wolfsburg hielt tapfer dagegen, konnten nun aber fast keinerlei offensive Akzente setzen. Kurz vor dem Ende gelang es den Adlern dann doch noch, die drei Punkte in der Quadratestadt zu behalten. Nachdem sie einige gute Gelegenheiten ausgelassen hatten, machte Krämmer mit seinem Tor zum 3:2 das doppelte Heimsieg-Wochenende für die Mannheimer schließlich komplett (58.). Die Schlussoffensive der Grizzlys, die über anderthalb Minuten ohne Torhüter agierten, blieb ohne größere Einschussmöglichkeit. 
Bleibt zu hoffen, dass dem Team von Pat Cortina am kommenden Wochenende vielleicht auch zu Hause einmal wieder eine vorzeigbare Leistung gelingt. Am liebsten natürlich mit dem einen oder anderen Punkt vom Pulverturm im Gepäck...
 

1:0 Plachta (Wolf) 1.Min
1:1 Festerling (Machacek - Johansson) 12.Min
2:1 Huhtala (Plachta - Lehtivuori) 19.Min PP 5-4
2:2 Rech (Olimb - Aubin) 20.Min
3:2 Krämmer (Rendulic - Larkin) 58.Min

Wolfsburg meldet sich nach zwei schwachen Auftritten im Rennen um die Play-off Plätze zurück. Gegen München zeigten die Grizzlys dabei eine ausgesprochen engagierte Leistung und konnten vor allem durch stark verbesserte Laufarbeit und Zweikampfführung überzeugen. Die Gäste mussten (erneut) mit frisch durcheinander gewürfelten Angriffsreihen antreten, da sich mit Mathis Olimb der nächste Grizzly ins Lazarett verabschiedet hatte. Das schien dem Team von Pat Cortina aber nicht viel auszumachen: Das erste Drittel sah einen leicht überlegenen EHC aus der Volkswagenstadt, der aus seinen Chancen aber vorerst kein Kapital schlagen konnte. Der Mittelabschnitt verlief für die wiederum gut gestarteten Grizzlys zunächst alles andere als glücklich. Gleich zweimal musste Wolfsburgs Möchel wegen reichlich ungeschickter Fouls in die Kühlbox, zweimal waren die Gastgeber durch Parkes (24.) und Bourque (27.) im anschließenden Powerplay erfolgreich. Doch die Grizzlys offenbarten an diesem Abend starke Comeback-Qualitäten, kamen direkt durch Rech (28.) zum schnellen Anschluss und zogen durch Bergmans Hammer (32.) wenig später wieder gleich. Dass Parkes mit seinem zweiten Treffer (37.) die Gäste noch vor der Pause erneut ins Hintertreffen brachte, schien diese wenig zu irritieren. Red Bull erhöhte im Schlussabschnitt zwar zunächst die Schlagzahl, doch die Grizzlys hielten sich geduldig im Rennen, lauerten auf ihre Gelegenheit. Was dann in den letzten sechs Minuten passierte, fasste die Faszination Eishockey in wenigen Szenen zusammen. Zunächst waren es die Gäste, die nach einem sehenswerten Doppelpass von Garrett Festerling mit Spencer Machacek dessen Treffer zum Ausgleich (55.) bejubeln durften. Direkt im anschließenden Anspiel holte sich Marius Möchel per hohem Stock die nächste Strafe ab, die Münchner bedankten sich mit dem dritten Treffer (56.) während seiner dritten Abwesenheit. Es roch nach Murmeltiertag. Doch Wolfsburg strahlte auch jetzt einfach die nötige Entschlossenheit aus, um auch beim Tabellenersten noch einmal zurückzukommen. Ohne Torhüter und mit Extra-Angreifer machten sich die Grizzlys ans Werk - und sollten in der Schlussminute belohnt werden! Fausers Treffer zum absolut verdienten 4:4 setzte bei den Gästen die letzten Energiereserven frei, so dass wütende Münchner weder in der Schlussminute, noch in der Overtime den entscheidenden Treffer landen konnten. Im Penaltyschießen war schließlich Fabio Pfohl als einziger Spieler erfolgreich und sicherte den Grizzlys somit den Sieg und den so wichtigen Extra-Punkt. Nach reihenweise Niederlagen gegen Top-Teams darf dieses Spiel nun gerne als Blaupause für die kommenden Aufgaben dienen. Es bleibt die Hoffnung, dass die Grizzlys ihre Leistungsschwankungen allmählich in den Griff bekommen...


1:0 Parkes (Jaffray -Voakes) 24.Min PP 5-4
2:0 Bourque (Voakes - Parkes) 27.Min PP 5-4
2:1 Rech (Pfohl - Bergman) 28.Min
2:2 Bergman 32.Min
3:2 Parkes (Bourque - Parlett) 37.Min
3:3 Festerling (Machacek - Button) 55.Min
4:3 Jaffray (Voakes - Abeltshauser) 56.Min PP 5-4
4:4 Fauser (Festerling - Casto) 60.Min PP 5-4 EA
4:5 Pfohl PEN
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