1314 pohf spiel5 smallZwei Drittel lang sah es nicht wirklich danach aus, als ob die Gäste von der Aller in die Nähe von Spiel Nr.6 kommen könnten.
Ohne den letzten Biss und mit Beinen, die scheinbar schwer wie Blei waren, wirkten die Grizzlies 40 Minuten lang bestenfalls um Schadensbegrenzung bemüht. Nach einem haarsträubenden Fehlpass durch Wolfsburgs Norm Milley waren die Gastgeber schließlich hochverdient mit 1:0 in Führung gegangen. Gogullas Treffer aus der 24.Minute schien die Partie sogar bereits entschieden zu haben, Wolfsburg blieb blass und kraftlos, wusste seine wenigen Chance nicht zu nutzen. Doch wie so oft im Sport: Wenn ein überlegenes Team nichts Zählbares produziert, wundert man sich häufig über das Endergebnis. Nachdem Matt Diesel im vermeintlichen Schlussabschnitt doch noch für seine Farben vollstreckt hatte (53.), drohte den bis dahin so souverän auftretenden Gastgeber die Partie zu entgleiten. Die Grizzlies attackierten nun wieder wie in den vorangegangenen Spielen, zeigten endlich den Willen die Sommerpause abzuwenden. Leider erging es dem Team von Cheftrainer Pavel Gross in den folgenden Minuten des 3.Drittels genau wie zu Beginn der 1.Verlängerung wie ihren Konkurrenten zuvor. Der Puck wollte einfach nicht über die Linie des Haie-Gehäuses, ein ums andere Mal scheiterten die Stürmer der Gäste am gut aufgelegten aus den Birken im Tor der Haie. Nachdem Köln zur Mitte der 1.Verlängerung wieder mehr und mehr die Kontrolle über die Partie gewonnen hatte, war es zu Beginng der 2.Verlängerung dann schließlich doch passiert: Marcel Ohmann gelang, völlig unbedrängt und wiederum nach einem kapitalen Fehler der Grizzlies, das alles entscheidenden Tor zum 2:1. 
Damit geht die Serie mit 4:1 nach Köln, das nun noch auf seinen diesjährigen Finalgegner warten muss. Auch wenn die Strafenverteilung dieser letzten Begegnung auch Unbeteiligten wohl ein wenig fragwürdig erschienen sein muss, es bleibt am Ende festzuhalten, dass Köln in der Gesamtschau der Serie den kleinen Tick stabiler und kontrollierter auftrat und somit verdient ins Finale eingezogen ist.

Ein Wiedersehen mit den Grizzlies gibt es aber trotzdem.
Schon am morgigen Samstag wird das Team mit seinen Fans ab 18.30h im kolumbianischen Pavillion am Allersee die Saisonabschlussfeier steigen lassen! 

 

1:0 Gogulla 24.Min
1:1 Dzieduszycki (Milley) 52.Min
2:1 Ohmann (Tjernqvist - Riefers) 83.Min

1314 pohf spiel4 smallMit einem bösen Konditionshänger im Mitteldrittel gab der EHC Spiel Nummer 4 vorzeitig aus der Hand. Nachdem Wolfsburg etwas zäh in die Partie gefunden hatte, schien es für die Gastgeber zunächst immer besser zu laufen. Minards Powerplaytreffer beantworteten die Grizzlies binnen Minutenfrist, gingen dann sogar mit Abids Break-away eiskalt in Führung.
Im das erste Drittel beschließenden doppelten Überzahlspiel zeichneten sich die folgenden Probleme jedoch schon vage ab: Läuferischer Einsatz und Schnelligkeit ließen bereits nach, lediglich ein Schuss aufs Tor der Gäste gelang in über einer Minute bei 5 gegen 3.
Im 2. Spielabschnitt waren die sonst so intensiv und schnell auftretenden Grizzlies dann endgültig nicht mehr wiederzuerkennen. Auch wenn das mäßig leitenden Schirigespann mit der Beurteilung kritischer Szenen streckenweise ins Lächerlich zu Ungunsten des EHC glitt - auch Wolfsburg bekam seine Möglichkeiten in Überzahl, wirkte in diesen Phasen aber völlig ausgepumpt und drohte eher selber einen weiteren Treffer zu kassieren.
Genau das passierte gegen Ende des Drittels auch, so dass es mit einem leistungsgerechten, aus Grizzlysicht sogar eher glücklichen, 2:2 in die letzte Unterbrechung ging.
Zur allgemeinen Erleichterung präsentierten sich die Gastgeber nun wieder etwas kraftvoller, so dass ein ausgeglichener Schlussabschnitt mit Chancen auf beiden Seiten seinen Lauf nehmen konnte. Dass beim 2:3 für die Gäste dann ein klarer Fehler des sonst so gut aufgelegten Wolfsburger Goalies für die Entscheidung sorgte, machte den Abend letztlich doch noch zu einem äußerst schwer verdaulichen Brocken für die über 3000 anwesenden Fans des Heimteams.
Nach den in den letzten Begegnungen gezeigten Schwankungen - vor allem im Ausdauerbereich - darf dem kommenden Spiel in Köln nun zumindest mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegen geblickt werden...

 

0:1 Minard (Holmqvist - Collins) 9.Min PP 5-4
1:1 Furchner (Milley - Haskins) 10.Min        
2:1 Abid (Rosa - Brocklehurst) 16.Min        
2:2 Müller (Holmqvist - Falk) 38.Min
2:3 Tjernqvist (Collins - Gogulla) 53.Min

1314 pohf spiel2 smallIm ersten Drittel der Begegnung trat Wolfsburg zwar ordentlich aufs Gaspedal, zeigte mit dieser Spielweise jedoch erneut, dass man aus der Hauptrunde immer noch nicht die endgültigen Lehren gezogen hat. Viel zu kraftraubend und viel zu offensiv präsentierte sich das Team der Grizzlies in seinen Aktionen, der Ertrag hingegen blieb überschaubar. Nachdem Köln die frühe Führung durch Marco Rosa (5.) ganze 46 Sekunden später egalisieren konnte, glitt den Gastgebern das Geschehen Stück für Stück aus der Hand. Ungewohnte Unsicherheiten bei der Puckannahme und eine insgesamt zu unruhige Spielanlage führten letztlich zu den Gegentreffern Nr. 2 und 3. In beiden Fällen hatte Wolfsburgs Abwehr zu inkonsequent hinter dem eigenen Tor agiert bzw. sich dem puckführenden Goalie nicht entsprechend angeboten. Die Haie nutzten ihre Chancen gut, schlugen auch im Schlussabschnitt in Person von Chris Minard gleich noch einmal zu und machten mit dessen 1:4 den Sack schon frühzeitig (43.) zu. Ungerührt von diesen Ereignissen unterstützte der orangene Teil der 3750 Fans (wo auch immer weitere 750 Zuschauer Platz finden sollten) sein Team bis zum Ende der Begegnung und stimmte sich damit schon einmal auf den Empfang des geplanten Kölner Sonderzugs am kommenden Dienstag ein...

 

1:0 Rosa (Abid - Dzieduszycki) 5.Min
1:1 Lüdemann (Collins - Gogulla) 6.Min
1:2 Hannula (Müller - Falk) 24.Min
1:3 Riefers (Tičar - Ohmann) 32.Min
1:4 Minard (Collins - Krupp) 43.Min

1314 po hf spiel3 smallDank einer beeindruckenden Defensivleistung erarbeiteten sich die gastgebenden Haie den zweiten Punkt in dieser engen Serie. Im Prinzip reichte dem Team von Uwe Krupp das 1:0 durch Holmqvist, um die Begegnung für sich zu entscheiden. Wolfsburg hatte sich im Mitteldrittel durch eine Vielzahl an Strafen selbst die Luft zum Anrennen gegen das Haie-Bollwerk genommen, bekam mit dem Treffer durch den Kölner Verteidiger schließlich die Quittung serviert. Dass das Schiedsrichterduo seine Fehler lediglich in der Beurteilung der grenzwertigen Haie-Aktionen machte, sorgte indes bei Fans und Offiziellen der Grizzlies für einigen Unmut. So konnten die Grizzlies lediglich im Schlussabschnitt für einige Minuten die Kontrolle der Gastgeber aufbrechen und die Haie kurzfristig ins Schwimmen bringen. Die beiden Treffer gegen Ende der Partie wirkten dabei schon fast bedeutungslos - zu geschlossen und kompakt präsentierte sich das Team aus der Domstadt. 

 

1:0 Holmqvist (Müller - Collins) 33.Min PP 5-4
2:0 Minard (Hannula) 59.Min
3:0 Hagos (Tripp - Holmqvist) 60.Min PP 5-4

1314 pohf spiel1 smallOhne Brett Palin in der Verteidigung, dafür mit dem verspätetet nachgereisten "Hexer" zwischen Pfosten ging es für die Grizzlies ins erste Spiel der Halbfinalserie. Während Wolfsburg auch weiterhin auf seine Stürmer Moore, Polaczek und Aubin verzichten musste, ersetzte beim Gastgeber lediglich Rok Ticar den verletzten Charlie Stephens. Unter den Augen der rund 10000 Zuschauer entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in deren Verlauf zunächst die gastgebenden Haie die etwas besseren Chancen zu verzeichnen hatten. Einen Weg am wieder einmal glänzend aufgelegten Vogl vorbei fanden die Kölner hingegen erst einmal nicht. Dafür zeigte der Gast aus der Volkswagenstadt, sehr zum Unmut der heimischen Fans, gegen Mitte der Partie, warum bereits der Kontrahent aus dem Frankenland seine liebe Not mit dem EHC gehabt hatte. Gnadenlos effizient vollstreckte der völlig freistehende Patrick Pohl durch Freund und Feind hindurch zur überraschenden 0:1 Führung (31.), eine Zeigerumdrehung später veredelte Abid einen Wolfsburger Konter im Nachschuss zum 0:2. Köln erholte sich zwar mit etwas Anlauf von diesem Schock, musste zu Beginn des letzten Drittels mit Milleys im Fallen erzielten 0:3 aber den endgültigen Knock-out hinnehmen. Obwohl bei Weiß' Treffer zum 1:3 noch fast stolze 15 Minuten zu spielen waren, blieb das Anrennen der Hausherren in der Folgenzeit nur mäßig beeindruckend aus Sicht der Grizzlies. Auch als Haiecoach Uwe Krupp bereits dreieinhalb Minuten vor dem Ende seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, behielten der Gast aus Niedersachsen weitestgehend den Überblick. Der Schuss ins leere Tor durch Wolfsburgs Jeff Likens besiegelte schließlich den Auftakterfolg der Grizzlies, die am Freitag nun vor heimischem Publikum den nächsten Schritt gehen wollen.

 

0:1 Pohl (Kohl - Mayer) 31.Min
0:2 Abid (Likens - Rosa) 32.Min
0:3 Milley (Haskins - Furchner) 43.Min
1:3 Weiß (Tripp) 46.Min
1:4 Likens (Milley - Haskins) 58.Min ENG